Wie Frauen Digitalisierung nutzen

Die digitale Transformation verändert unsere Gesellschaft in allen Bereichen nachhaltig. Wie sich diese technologische Revolution auf das Leben und die Teilhabe-Chancen von Frauen und Männern auswirkt, darüber wird in der Öffentlichkeit bisher wenig gesprochen. Der Deutsche Frauenrat (DF), dem auch der B.F.B.M. angehört, nimmt dazu mit einem Positionspapier Stellung.

Im Positionspapier „Zukunft gestalten. Digitale Transformation geschlechtergerecht steuern“ zeigt der DF auf, welche Voraussetzungen gegeben sein müssen, damit Frauen die digitale Transformation aktiv mitgestalten und von ihren Entwicklungen profitieren können. Die Themenfelder Bildung, Arbeit und Kommunikation im digitalen Raum stehen dabei im Mittelpunkt. Zu allen drei Schwerpunkten wurden umfangreiche Forderungen entwickelt und Handlungsfelder für die Bundespolitik formuliert. Diese sind aus Sicht der Frauenlobby Voraussetzung, damit die digitale Gegenwart und Zukunft geschlechtergerecht gestaltet werden können.

Ein Beispiel: Sichtbarkeit im Netz

Eine Studie hat gezeigt, dass Frauen - obwohl sie soziale Netzwerke aktiv und intensiv nutzen - dennoch im Netz weniger sichtbar sind als Männer. Die überwiegende Zahl der Nutzerinnen ist in geschlossenen Chatgruppen aktiv und im Netz und in öffentlichen Debatten nicht sichtbar, während Männer beispielsweise den Großteil der Artikel der Wikipedia schreiben und so Content (Inhalt) im Internet erstellen. Der DF fordert: „Frauen sollen dazu befähigt und ermutigt werden, sich in öffentliche Debatten einzubringen, indem sie die Potenziale der digitalen Kommunikationsmöglichkeiten kennen und anwenden.“ Programme und Initiativen im außer- schulischen Bereich sollen gefördert werden, die Mädchen und Frauen in der politischen Meinungsbildung und -äußerung im Netz sichtbarer machen, um den Digital Gender Gap zu schließen.

Das gesamte Positionspapier steht hier zum Download bereit.

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