Social Media fürs Business

Social Media Plattformen wie Instagram oder Facebook haben sich inzwischen von einem Kanal des privaten Austauschs zum weltweiten Markplatz für Produkte und Dienstleistungen entwickelt. Wie nutze ich diese Kanäle am besten, um mich und meine Leistungen zu vermarkten? Social Media Beraterin Sirit Coeppicus hat es uns in einem Online-Workshop erklärt.

„Jeder Social Media Kanal ist unterschiedlich zu bedienen, erfordert individuelle Handhabe und bietet spezielle Möglichkeiten“, macht die Expertin gleich zu Anfang klar. „Es reicht nicht, dort einfach ein Produkt vorzustellen, sondern es geht um den Aufbau persönlicher Beziehungen, um den Blick hinter die Kulissen.“ Die Bandbreite der Möglichkeiten zeigte sie am Beispiel der sehr unterschiedlichen Kanäle Instagram und LinkedIn.

Wiedererkennbar unterwegs sein

„Für beide Kanäle gilt: Starte mit einem professionellen aussagekräftigen Profil und folge anderen Personen bzw. Accounts, die auf dich aufmerksam werden sollen, verteile Likes und Kommentare in diesen Accounts“, rät Sirit Coeppicus (im Bild oben, Foto: Claudia Fahlbusch). Bei der Gestaltung des Profils sollte das eigene Corporate Design (wieder-)erkennbar sein. Also unbedingt die typischen Farben und Schriften verwenden, das Logo integrieren und - falls vorhanden - auch den eigenen Claim.

Wie oft sollte man dann im eigenen Account etwas posten? Sirit Coeppicus: „Möglichst oft, vor allem aber stringent und regelmäßig.“ Dabei muss nicht jeder Post mit einem neuen Thema aufwarten, ein Blogbeitrag lässt sich z. B. für mehrere Posts verwerten, indem immer wieder ein anderer Aspekt des Artikels herausgegriffen wird. Gute Zeiten zum Posten richten sich nach der Zielgruppe, zu der in jedem Kanal (z. B. ab einer bestimmten Abonnentenzahl) eine Statistik verfügbar ist. Diese gibt Informationen zu Altersgruppe, Geschlecht, Wohnort und Beitragsvorlieben.

Menschliches bringt besonders viel Aufmerksamkeit

Nun werden aber auf allen Social Media Plattformen jeden Tag Unmengen an Beiträgen hochgeladen, wie schaffe ich es da, dass meine Beiträge in diesem Überangebot gut wahrgenommen werden? „Achtet auf Qualität!“, rät die Expertin, „und noch wichtiger: Zeige dich persönlich und die Menschen hinter deinem Produkt! Storytelling ist einer der Schlüssel zur Authentizität eines Kanals.“ Gut geeignet sind dafür z. B. die Entstehungsgeschichte eines Produkts, die Vorbereitungen zu einer Veranstaltung oder Erlebnisse mit Kunden. Auf allen Plattformen entscheiden Algorithmen darüber, wie prominent einzelne Beiträge bei den Nutzern gezeigt werden. Diese Algorhythmen lieben Interaktion. Das heißt, Beiträge, die häufig kommentiert oder geteilt werden, werden bevorzugt behandelt. Deshalb empfiehlt es sich, Posts mit einem „Call to Action“ zu konzipieren.

Schließlich auch noch wichtig: die Hashtags (#), also gute Schlagworte oder Phrasen. Bei LinkedIn sind 5 bis 7 eine gute Anzahl, bei Instagram können es unter einem Post gern auch mal 30 sein. Inhaltlich sind als Hashtag Begriffe geeignet, die viele User interessieren wie z. B. „#gründerinnen“, aber auch die eigenen Keywords und der eigene Name sollten in Form von einem Hashtag unter jedem Post stehen.

Zum Schluss motivierte Sirit Coeppicus die Teilnehmerinnen des Online-Workshops: „Habt Mut, einfach mal anzufangen! Erstellt als erstes ein professionelles Profil mit eurem Unternehmensnamen und eurem Foto. Von dem Moment an seid ihr sichtbar!“

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