Schlagfertig – ja, auf Ihre Art!

Schlagfertigkeit ist eine ganz große Kunst, zu der es ein besonderes Talent braucht - glauben Sie das auch? B.F.B.M.-Mitgliedsfrau Dr. Katrin Hater, Moderatorin und Coach, sieht das völlig anders: "Jede Frau kann lernen, sich gegen Angriffe und Provokationen zu schützen". Bei einem Workshop beim B.F.B.M. in Aachen zeigte sie den Teilnehmerinnen, wie’s geht.

Zum Einstieg erzählte Dr. Katrin Hater (Foto unten) von einem Mann, der oft für seine Schlagfertigkeit bewundert wurde: Franz Josef Strauß. Tatsächlich basierte seine Schlagfertigkeit aber nicht auf spontanen Eingebungen, sondern auf einer guten Vorbereitung. Der Politiker überlegte sich vor öffentlichen Auftritten für alle erdenklichen Zwischenrufe zum jeweiligen Thema mehrere originelle Antworten. Katrin Hater: „Da die Vorbereitung im Verborgenen stattfindet, wirken die Antworten einfach verblüffend schlagfertig. Diese Strategie kann jede von Ihnen nutzen!“

Dr. Katrin HaterMit den Teilnehmerinnen der B.F.B.M.-Veranstaltung in Aachen übte sie drei Stufen der Vorbereitung:

1.    Die mentale Vorbereitung 

Dabei ging es um die Bereitschaft, sich zu behaupten und um die Fähigkeit, ein inneres Schutzschild aufzubauen, an dem Angriffe abprallen. Dazu sollten die Frauen in einer Übung ihr persönliches Schutzschild vor ihrem inneren Auge visualisieren, z. B. als stabile Glasscheibe, die Sie per Knopfdruck aus dem Boden hochfahren können. Dieses Bild wurde mit einer körperlichen Empfindung verknüpft. Damit lässt sich der gute mentale Zustand auch in Stress-Situationen abrufen und zur Steigerung der Gelassenheit nutzen. „Genauso wichtig ist aber das Wissen, dass wenn ich getroffen werde, ich nichts inhaltlich Anspruchsvolles entgegnen muss, sondern einfache „Erste Hilfe“-Maßnahmen ausreichen“, erklärt Katrin Hater.

2.    Einfache „Erste Hilfe“-Maßnahmen

Es gibt einige sehr einfache, energiesparende Kniffe, die sich jede merken kann und die immer funktionieren. Ziel dieser ‚einfachen Reaktionen‘ ist es, den Angriff ins Leere laufen zu lassen, um Zeit zu gewinnen und den eigenen roten Faden wieder aufzunehmen. Die Tipps reichten hier von nonverbalen Gesten wie einem Schulterzucken über die lakonische Zwei-Wort-Antwort („Ach ja?“, „Wer’s glaubt!“) bis hin zur sinnfreien Irritation („Ja, es hat tatsächlich lange nicht geregnet!“).

3.    Geistreich-witzige, treffende Antworten

„Selbst auf wirklich originelle Antworten können Sie sich vorbereiten“, macht Katrin Hater den Teilnehmerinnen Mut. Zum Beispiel für regelmäßig wiederkehrende Vorwürfe oder Provokationen lassen sich an einem entspannten Abend mit Freunden viele mögliche Antworten sammeln.

Der Titel des Workshops lautete „Schlagfertig - auf Ihre Art“. In diesem Sinne empfiehlt Katrin Hater: „Wenden Sie aus all den möglichen Reaktionen das an, womit Sie sich persönlich wohl fühlen!“

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