Nix als Flausen … ?

Flausen sind leicht, sinnlich und verführen zum Lächeln. Flausen sind verrückte Ideen ohne Anspruch und Leistungsdruck, aber sie bergen eine große Kraft in sich: Flausen beflügeln Menschen! Wie entdecke ich meine Flausen? Und wie finde ich heraus, welche Bedeutung sie für mein Leben haben? Darum ging es in der "Flausenzeit" mit Michaela Winkler beim B.F.B.M. in Köln.

„Flausen können zu Impulsgebern für alle Bereiche des Alltags, des Berufslebens und auch für soziales Engagement werden.“, erklärt Michaela Winkler. Manche Flause begleitet einen Menschen ein ganzes Leben lang und wandelt sich sogar zu einem persönlichen Herzensanliegen. Nun sind Flausen aber zuweilen scheu. Im täglichen Trott verstecken sie sich gerne. Aber an bestimmten inspirierenden Orten werden sie hervorgelockt und zeigen sich unverhofft. „Deshalb besteht der erste wichtige Schritt darin herauszufinden, welche Umgebung für die eigenen Flausen förderlich ist.“, erklärt Michaela Winkler. „Wo bin ich entspannt? Wo komme ich auf gute und vielleicht auch verrückte Ideen? Welche Zutaten braucht es noch dafür?“ 

Gute Orte für gute Ideen

Die Teilnehmerinnen der digitalen Veranstaltung hatten nun zuerst Gelegenheit, für sich im Stillen in einem mentalen Spaziergang ihren perfekten „Flausenplatz“ zu finden und auf einem Blatt mit Hilfe von Hinweisen möglichst genau zu beschreiben: Was sehe ich, was höre ich dort? Und wie fühlt sich zum Beispiel meine Sitzgelegenheit an? Anschließend konnten sich die Teilnehmerinnen in Breakout-Sessions zu zweit darüber auszutauschen. Ein guter Flausenplatz kann ein bestimmtes Café in Berlin sein, ein Fensterplatz im ICE oder auch eine schattige Ecke im eigenen Garten. 

Beispiele für Flausen: 

  • Eine Baumschule eröffnen. 
  • Ich möchte im Sommer mal einen ganzen Tag lang in einem Eiswagen stehen und jedem, der vorbeikommt, ein Eis schenken.
  • Ich nähe mir ein verrücktes Kostüm und spaziere damit durch den Park.
  • Ich lasse mich ein paar Tage durch Deutschland treiben, ohne konkretes Ziel und bin gespannt, wo ich lande.

Michaela Winkler: „In weiteren Schritten geht es darum, die Bedeutung der eigenen Flause zu reflektieren, welches Bedürfnis, welches Anliegen in der Flause steckt und was ich damit erreichen will. Mit dieser Erkenntnis können wir dann aktiv werden und diese Idee konkretisieren.“

Michaela WinklerDie Methode „Flausenzeit“ eignet sich sowohl zur Selbstreflexion, als auch für den Einsatz im Coaching und bei kreativen Gruppenprozessen. Die Referentin Michaela Winkler (Foto links) ist Coach und Stiftungsberaterin. ©Flausenzeit ist eine von ihr entwickelte, urheberrechtlich geschützte Marke.

Manchmal führen Flausen auch zu gemeinnützigem Engagement. Wenn jemand solch eine „soziale“ Flause hat, dann kann es hilfreich sein, sich eine Stiftung als Kooperationspartner zu suchen. Wichtig ist dabei, welche Zielgruppen die Stiftung im Blick hat und welche Ziele sie sich auf die Fahnen geschrieben hat. Das Projekt muss zur Stiftung passen. „Wenn die Flause dann auf diese Weise Wirklichkeit wird, bringt das große Zufriedenheit für die Flausengeberin“, verspricht Michaela Winkler.

Kommentare
Name:
E-Mail:
Website:
Kommentar: