Lebenswünsche und Balance

Neues Jahr, neue Ziele: Um "gute", stimmige Ziele zu setzen, müssen wir uns über unsere grundsätzlichen Wünsche im Klaren sein. Nur Ziele, die einem dieser großen Lebensziele dienen, sind emotional verankert und wirklich motivierend. Deshalb haben die B.F.B.M.-Frauen in Karlsruhe und Frankfurt zu Jahresbeginn mit Bildern gearbeitet, um unbewusste Ressourcen zu mobilisieren.

Die „Schatzkarte“ zeigt die großen Ziele

Die großen Lebenswünsche zu erkennen und zu benennen, fällt vielen Menschen schwer. Die Gestaltung einer individuellen „Schatzkarte" kann helfen. Exklusiv für Mitgliedsfrauen gab es dazu beim B.F.B.M. in Karlsruhe einen Workshop, geleitet von Carmen Reuter, Coach und 1. Bundesvorsitzende des B.F.B.M. Auf dem Tisch liegen Pappen, Unmengen von Zeitschriften, Stifte und Klebstoff. Aber bevor damit „gespielt“ werden darf, stimmt Carmen Reuter die Teilnehmerinnen mit einigen Leitfragen auf die Aufgabe ein: 

  • Worauf möchte ich am Ende meines Lebens zurückblicken? 
  • Was will ich noch sehen, erleben, fühlen?
  • Welche Fähigkeiten möchte ich erlernen, ausbauen und umsetzen?
  • Welche Aktivitäten, die ich heute bereits ausübe, will ich weiterverfolgen und vertiefen?
  • Wie sollen andere sich an mich erinnern?

„Um unbewusste Ressourcen zu mobilisieren brauchen wir Bilder mit einer emotional positiven Stimmung“, erklärt Carmen Reuter. Deshalb sollten die Teilnehmerinnen dann aus dem Zeitschriftenmaterial, Bilder heraussuchen, die sie spontan aus dem Bauch heraus ansprechend finden. Und mit diesem Material - ebenfalls rein intuitiv - auf ihrer Pappe eine Collage kleben. Dann stellte jede ihre Collage vor und kommentierte ihre eigene Auswahl. Die anderen gaben Feedback, wie es auf sie gewirkt hat. Dabei gab es viele neue Erkenntnisse zu tief liegenden Wünschen, die den Frauen bislang nicht bewusst waren. Zum Beispiel der Wunsch nach Harmonie oder auch der Wunsch, etwas Unerwartetes zu erleben. 

Visionboard für ein Leben in Balance

Eine ähnliche Methode hatte Eva Maria Stenger als Moderatorin für ihren Workshop in der Regionalgruppe Frankfurt ausgewählt. Das Motto „Leben in Balance“ begleitet sie seit über 20 Jahren: „Es geht darum, die persönlichen Werte, Wünsche und Ziele klar vor Augen zu haben. Ein kreativ-intuitiv gestaltetes Vision Board oder Traumalbum hilft dabei, sich immer wieder neu auszurichten. Je stärker alle Lebensbereiche im Einklang sind, umso intensiver brennt unser inneres Feuer!“ Die vier Lebensbereiche sind: Leben (Körper, Geist, Seele), Liebe (Familie, Beziehungen), Lernen (Selbstentfaltung, Wachstum), Lebensfreude (Sinn, Vermächtnis).

Material für das Vision BoardAuch die Teilnehmerinnen in Frankfurt haben dann zu ihren Wünschen in den vier Bereichen aus Zeitschriften Bilder oder Überschriften ausgeschnitten und als Collage geklebt. Fazit von Teilnehmerin Susanne Lorenz: „Ich bin begeistert von der Methode! Man nimmt sich eine Auszeit, um eigenen Träumen und Bedürfnissen nachzugehen und daraus Visionen zu entwickeln.“

Bilder und Gefühle retten die positive Energie auch dauerhaft in den Alltag. Damit können wir die Kraft des Unbewussten immer wieder mobilisieren. Carmen Reuter gab ihren Teilnehmerinnen die Aufgabe mit, ihre Collage zu Hause an einer Stelle aufzuhängen, wo man sie jeden Tag sieht. Oder: „Die Collage fotografieren und als Hintergrundbild auf Rechner oder Laptop laden. Am besten auch einen Fließtext dazu formulieren, um das gewünschte Ergebnis in motivierenden Worten detailliert zu beschreiben und durch wiederholtes Lesen emotional zu durchleben“, so der Tipp von Eva Maria Stenger aus Frankfurt.

 

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