Krönchen richten und weitermachen!

"Aufstehen, Krönchen richten, weitermachen!" - Unter diesem humorigen Titel hatte die B.F.B.M.-Regionalgruppe in Regensburg zu einer Veranstaltung zum Thema Resilienz eingeladen. Referentin Daniela Westner, Coach und Resilienzberaterin, zeigte den Teilnehmerinnen mit ganz konkreten Übungen, wie sie Ihre psychische Widerstandskraft stärken und Krisensituationen bewältigen können.

Daniela WestnerAlle reden von Resilienz, aber was ist das eigentlich genau? Zu Beginn ihres Impuls-Vortrags präsentierte Daniela Westner (Foto) die Definition: „Resilienz ist die Fähigkeit, Krisen mit Hilfe von persönlichen und sozial vermittelten Ressourcen zu meistern und als Anlass für Entwicklung zu nutzen.“ Dabei gibt es verschiedene Formen von Resilienz: 

  • Resistenz - die Fähigkeit, negative Einflüsse auszugleichen
  • Regeneration - die Fähigkeit, sich nach anstrengenden und emotional belastenden Zeiten wieder zu erholen
  • Rekonfiguration - die Fähigkeit, Veränderungen einzuleiten und aktiv zu gestalten.

„Alle drei Aspekte tragen zur Widerstandskraft in Krisensituationen bei. Einzelne Menschen haben dabei aber unterschiedliche Schwerpunkte. Der eine kann gut aushalten, die andere verfügt über die Fähigkeit, Veränderungen als Chance zu nutzen“, erklärt Daniela Westner. Die gute Nachricht des Abends: Wir können unsere Resilienz, unsere innere Stärke aktiv beeinflussen, zum Beispiel, indem wir uns Unterstützung in unserem sozialen Umfeld holen, die eigenen Emotionen bewusst steuern und lösungsorientiert denken. Wie das geht, konnten die Teilnehmerinnen direkt bei der Veranstaltung anhand von dieser Übung lernen:

Übung Dankbarkeitstagebuch
Die Aufgabe besteht darin, möglichst jeden Tag drei positive Ereignisse schriftlich festzuhalten. Daniela Westner erläutert: „Wichtig ist, dass man die Ereignisse nicht nur als Stichwort festhält, sondern genau beschreibt, wann, wo und mit wem das positive Ereignis stattgefunden hat, und was das Ereignis in einem selbst ausgelöst hat. Nur so verankert sich die positive Erfahrung im Unterbewusstsein.“

Akut-StrategieAuch für den akuten Stress-Notfall, bei dem wir drohen, den Kopf zu verlieren, hat Daniela Westner eine Strategie. „Eine Lösung finden wir nur, wenn wir die Situation erst einmal so annehmen, wie sie ist.“ nach einer kleinen Pause des emotionalen „Abkühlens“ geht es dann darum, in mehreren Schritten (Schaubild rechts) die eigenen Handlungsmöglichkeiten und auch die eigene Handlungsbereitschaft zu analysieren. Der abschließende Tipp von Daniela Westner: „Wenn ich dabei feststelle, dass ich tatsächlich nichts tun kann, um die Situation zu lösen, dann ist bewusste Ablenkung vom Problem die richtige Strategie, zum Beispiel im Stau gute Musik zu hören.“

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