Frauen, Rente und Mathematik

1. Die Renten von Frauen sind in Deutschland signifikant niedriger als die Renten von Männern. 2. Mädchen wird im Schulfach Mathematik oft weniger zugetraut als Jungs, deshalb interessieren sich weniger Mädchen für das Fach und für Berufe, die mit Mathematik zu tun haben. Das in Bremen initiierte Projekt "Prof. Girls" will nun beide Missstände mit einer Aktion bekämpfen.

Die Grundidee von „Prof. Girls“ ist folgende: Mädchen und junge Frauen rechnen die Entwicklung von Frauenrenten aus und erstellen ein Gutachten für die Politik. Das Projekt startet in Bremen und soll später auch bundesweit angeboten werden. In der Pilotphase können sich Mädchen aus Bremen von der 5. bis zur 13. Klasse, die Spaß an Mathematik haben und gerne schwierige Aufgaben lösen, um eine Mitarbeit bei den „Prof. Girls“ bewerben. Von Mai 2018 bis April 2019 werden die maximal 40 Mädchen dann im Rahmen eines Planspiels ihren Forschungsauftrag erledigen und sich als Expertinnen erproben, die Einfluss auf die Politik nehmen.

Mädchen lernen Rechnungswesen und Präsentieren

Innerhalb von 12 Monaten machen sich die Mädchen vertraut mit rentenwirtschaftlichen Rechnungsinhalten und Szenarien. Dabei stehen ihnen erfahrene Expertinnen und Experten zur Seite, die sie z. B. in die Grundlagen des Rechnungswesens einführen oder sie für die Abschluss-Präsentation coachen. Eine der Expertinnen ist die Leiterin des Center of Excellence Women in Science, Köln, Jutta Dalhoff. Die Ergebnisse des Projekts „Prof. Girls“ werden von den Mädchen selbst am Ende in einem Gutachten zusammengefasst, das an Kommunal-, Landes- und Bundespolitikerinnen und -politiker geht.

Jasmin Döhling-WölmIdee und Konzeption für das Projekt stammen von B.F.B.M.-Mitgliedsfrau Jasmin Döhling-Wölm (Foto), die selbstständig als Coach und Hochschulberaterin in Bremen tätig ist. Sie erklärt: „Ziel des Projekts ist, weibliche Mathematiktalente zu fördern und sichtbar zu machen. Und wir wollen den Mädchen ermöglichen, erste Erfahrungen im Bereich Wissenschaft und Politik zu sammeln, um sie für eine Karriere mit Führungsverantwortung zu begeistern.“ Zusätzlich zur Arbeit in der Gruppe erhalten die Mädchen Einzel-Coachings, in denen sie ihre individuellen Stärken besser kennen- und wertschätzen lernen, damit sie diese Stärken auch besser in die Arbeitsgruppe und später in ihre beruflichen Laufbahn einbringen können.

Aufruf zu Spenden über Crowd-Funding

Finanziert werden die „Prof. Girls“ über Crowdfunding. Noch bis zum 24.12.2017 kann über folgenden Link  https://www.startnext.com/prof-girls  für das Projekt gespendet werden. Jasmin Döhling-Wölm: „Auch kleine Beträge von 5,00 Euro helfen uns schon weiter. Alle Spenderinnen und Spender werden zudem auf der Unterstützungs-Liste verzeichnet. Und je mehr Namen wir auf dieser Liste haben, desto mehr Gewicht haben am Ende auch unsere politischen Forderungen.“

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