Elevator Pitch: kreativ und emotional

"Und was machen Sie so beruflich?" - diese Frage beim Small-Talk, zum Beispiel auf einem Kongress oder einer Netzwerk-Veranstaltung, bietet Ihnen eine großartige Gelegenheit: Mit der Antwort können Sie Ihr Gegenüber neugierig machen auf Ihre Person und Ihr Angebot. Coach und Potenzialberaterin Brigitte Herrmann half bei einem B.F.B.M.-Workshop in Karlsruhe Geschäftsfrauen und Angestellten, ihren ganz persönlichen und überzeugenden "Elevator Pitch" zu kreieren.

„Elevator Pitch“ heißt auf Deutsch so viel wie „Fahrstuhl-Präsentation“. Gemeint ist damit der kurze Zeitrahmen von ca. 30 Sekunden, der einem für eine Selbstpräsentation während einer Aufzugfahrt mit einer wichtigen Person zur Verfügung stehen würde: Wenn sich die Türen öffnen, müssen Sie das Interesse des Gesprächspartners gewonnen haben. Gleich zu Beginn der B.F.B.M.-Veranstaltung in Karlsruhe konnten die Teilnehmerinnen bei der Vorstellungsrunde einen ersten Elevator Pitch ausprobieren. Anschließend ging es an die Verbesserung …

Die AIDA-Formel und verschiedene Denkstile berücksichtigen

„Basis für einen gelungenen Elevator Pitch ist die AIDA-Formel“, erklärt Brigitte Herrmann. AIDA steht für „Attention“ (Aufmerksamkeit erzeugen), „Interest“ (Interesse wecken), „Desire“ (Wunsch auslösen), „Action“ (Handlung auslösen). Wie kann man das alles in einem 30-Sekunden Elevator Pitch schaffen? „Aufmerksamkeit erzeugen Sie durch eine bildhafte Sprache mit Vergleichen oder indem Sie ein aktuelles Thema ansprechen, das Ihren Gesprächspartner betrifft“, rät Brigitte Herrmann. „Eine Handlung lösen Sie mit einem Tipp oder einer Einladung aus. So bleiben Sie mit dem Gesprächspartner in Kontakt.“ 

Wichtig im Hinblick auf die Wirkung unserer Selbstpräsentation sind auch Denkstile, und zwar sowohl unser eigener Denkstil als auch der des Gesprächspartners. Brigitte Herrmann unterscheidet zwischen vier Denkstilen:

  • Logisch. Hier geht es um Gewinn und Nutzen. 
  • Strukturiert. Dabei stehen Sicherheit und Qualität im Vordergrund.
  • Experimentell. Ist darauf ausgerichtet, Neues zu entdecken, Faszination zu erleben.
  • Gefühlvoll: Hier geht es um Beziehungen und das Streben nach Verbundenheit.

„Wenn Sie Ihren Elevator Pitch konzipieren, sollte Ihnen klar sein, welchen Denkstil Sie selbst tendenziell bevorzugen“, meint Brigitte Herrmann. Und sie empfiehlt: „Bauen Sie dann bewusst auch möglichst für die anderen drei Denkstile jeweils ein Element ein, weil Sie ja nicht wissen, wie Ihr Gegenüber tickt.“

Inspiration durch Bilder

Nach dem theoretischen Input konnten die Teilnehmerinnen ihren Elevator Pitch vom Anfang noch einmal neu gestalten. Zur Anregung der Kreativität hatte die Referentin Bildkarten mit Tier-, Pflanzen- und Landschaftsmotiven mitgebracht. Jede Teilnehmerin suchte sich ein Bild aus, das sie spontan positiv angesprochen hat. „Das ist eine Übung, die jede Frau auch gut für sich allein machen kann“, erklärt Brigitte Herrmann. „Stellen Sie sich zu dem ausgewählten Bild folgende Fragen: Was drückt das Bild für mich aus? Welche positiven Assoziationen verbinde ich damit? Welche Parallelen gibt es zu dem Inhalt meines Elevator Pitch? Dieser gedankliche Weg wird Sie zu neuen und originellen Ideen führen, wie Sie sich darstellen können!“ Nach der Übung und dem Ausprobieren der überarbeiteten Elevator Pitches vor der Gruppe meinte eine Teilnehmerin: „Ja, tatsächlich: Emotion kommt vor Information. Danke für die Inspiration.“  

 

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