Digitale Technik hilft im Alter

Die Bevölkerung wird immer älter, gleichzeitig gibt es jedoch weniger Pflegepersonal und Plätze in Pflegeheimen. Eine mögliche Lösung ist ein längeres, aber auch selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden. Die B.F.B.M.-Frauen in Karlsruhe staunten bei einem Besuch im FZI Forschungszentrum Informatik, auf welche verblüffende Weise technische Hilfsmittel dabei unterstützen können.

B.F.B.M.-FRauen im "Living Lab"Jeder kennt Treppen- und Badewannenlifter, Rollator und Hausnotruf. Aber diese Hilfsmittel sind erst der Anfang! Am FZI, das eng mit der Universität Karlsruhe zusammenarbeitet, wurden eine ganze Reihe von intelligenten Produkten für das Leben im Alter entwickelt. Jennifer Zeilfelder, Maschinenbau-Ingenieurin und wissenschaftliche Mitarbeiterin des Instituts stellte die Produkte vor. Anschließend konnten die B.F.B.M.-Frauen sie im „Living Lab“ in einer authentisch eingerichteten Wohnung selbst testen (siehe Foto links). 

 

Herdwächter und Sensormatten beschützen alte Menschen

Hier einige Beispiele: Der „Herdwächter“ bestehend aus einem Sensor, der unter der Dunstabzugshaube angebracht wird, und einer „Switch-Box“ die die Stromzufuhr unterbrechen kann, kommuniziert über Signaltöne mit Koch oder Köchin und lernt so den individuellen Kochstil kennen. Bemerkt er später gefährliche Abweichungen davon - wie z. B. einen vergessenen Topf auf dem Herd, schlägt er Alarm und schaltet den Herd aus. So kann Herdbränden vorgebeugt werden. 

Die Fenster zum Lüften zu öffnen oder beim Läuten zur Tür zu gehen, kann für alte Menschen beschwerlich sein. Fenster lassen sich via Fernbedienung steuern und wenn es an der Tür klingelt, helfen eine Videokamera vor der Tür und ein Display im Wohnzimmer, den Gast zu erkennen. Die Tür wird dann auch per Fernbedienung geöffnet.

Sensormatten in der Wohnung können erkennen, ob jemand gestürzt ist oder - wenn sie im Eingangsbereich liegen - ob ein Demenzpatient das Haus verlassen hat. Die intelligente Matte setzt dann selbstständig einen Notruf beim Betreuer ab. 

Der Forschungsbereich, der solche Produkte möglich macht, heißt Ambient Assited Living (AAL). „Was mich dabei am meisten fasziniert, ist die Möglichkeit, einfache Sensoren zu einer komplexen, intelligenten Anwendung zu bringen, die Probleme löst und Lebensqualität steigert.“, erklärt Referentin Jennifer Zeilfelder. 

Fazit von Mitgliedsfrau Alena Weber, die die Führung für den B.F.B.M. organisiert hat: „Einige von uns haben bereits jetzt pflegebedürftige Eltern und früher oder später kommt das Thema auf jede von uns zu. Gut zu wissen, dass es so vielfältige Hilfen gibt!“

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